Möglichkeiten zur Studienfinanzierung

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Einen Überblick über Finanzierungsmöglichkeiten geben wir Ihnen hier:

Sollten Sie BAföG erhalten, haben Sie zusätzlich zum Kindergeld Anspruch auf einen „Kinderbetreuungszuschlag“ (monatlich 150 € für jedes (!) Kind, § 14 b Abs. 1 BAföG). Der Zuschlag bleibt als Einkommen bei Sozialleistungen unberücksichtigt, § 14 b Abs. 2 Satz 1 BAföG.

Wohngeld ist ein staatlicher Zuschuss zu Ihren Mietkosten. Es wird zusätzlich zu einem geringen Einkommen bezahlt.

Für Studierende mit Kind lohnt sich ein Antrag, wenn Sie

  • kein ALG II oder Sozialgeld beziehen
  • grundsätzlich nicht BAföG-berechtigt sind

Zuständig sind die jeweiligen Wohnungsämter Ihrer Stadt oder Gemeinde.

Alle hier benannten Leistungen hängen vom Einkommen und evtl. vorhandenem Vermögen ab. Eine finanzielle Notlage muss nachgewiesen werden. Zur Antragsstellung müssen die Kontoauszüge der letzten 3 Monate vorgelegt werden.

Studierende, die sich zur Betreuung eines Kleinkindes beurlauben lassen, können für sich selbst Arbeitslosengeld II (ALG II) (Regelsatz zur Sicherung des Lebensunterhaltes und Mietanteil) beantragen sowie für die Kinder im Haushalt Sozialgeld.

Nicht beurlaubte Studierende können für ihr Kind/ihre Kinder Sozialgeld beantragen.

Im besonderen Härtefall kann ein/e Studierende/r auch ohne Beurlaubung ALG II erhalten, dann allerdings i.d.R. als Darlehen. Die Voraussetzungen für den Bezug von ALG II ohne Beurlaubung regelt § 27 SGB II. Es handelt sich immer um eine Einzelfallentscheidung, d.h. im Zweifelsfall sollte man einen Antrag beim zuständigen Jobcenter stellen. Ein Härtefall besteht z.B. bei Alleinerziehenden und in der Studienabschlussphase.

Studierende haben auch ohne Beurlaubung Anspruch auf die sogenannten Mehrbedarfe nach § 21 SGB II. Es handelt sich um monatliche Leistungen als Zuschuss. Die Höhe richtet sich nach dem zugrundeliegenden Regelbedarf (RB, Angabe in Klammern). Dazu zählen:

  • Mehrbedarf für Schwangere nach der zwölften Schwangerschaftswoche bis zum Ende des Monats, in welchen die Entbindung fällt (17 % vom RB).
  • Mehrbedarf für Alleinerziehende (Höhe abhängig von Anzahl und Alter der Kinder).
  • Mehrbedarf für kostenaufwändige Ernährung (in angemessener Höhe)
  • Mehrbedarf für schulische Anschaffungen.
  • Mehrbedarf für dezentrale Warmwasseraufbereitung (abhängig von Alter und Anzahl der berechtigten Haushaltsmitglieder)

Einmalige Beihilfen können bei den Jobcentern beantragt werden für

  • Erstausstattung für Umstandskleidung
  • Erstausstattung bei Schwangerschaft und Geburt für Babykleidung, Kinderwagen etc.

Auch diese Beihilfen werden unabhängig davon gezahlt, ob Sie ALG II bekommen oder nicht. Maßgeblich ist § 24 SGB II.

In akuten Notlagen, z.B. bei drohender Obdachlosigkeit oder finanziellen Engpässen beraten und helfen in Frankfurt die Sozialrathäuser.

In anderen Städten und Gemeinden sind vor der Geburt des Kindes das Sozialamt, nach der Geburt des Kindes auch das Jugendamt zuständig.

Bei Unterhaltsfragen (auch Unterhaltsvorschuss) sind die Jugendämter vor Ort bzw. in Frankfurt die Sozialrathäuser zuständig.

Für die Kinder können ergänzend zu ALG II/Sozialgeld, Wohngeld oder Kinderzuschlag Leistungen nach dem Bildungs- und Teilhabegesetz bezogen werden. Diese umfassen z.B. Zuschüsse zu Schul- und Klassenfahrten, Pauschale für Schulbedarf, Leistungen für die Schülerbeförderung (Monatkarte), Nachhilfekosten, Mittagessen in Schule, KiTa oder Hort, Kosten für die Teilhabe an Kultur, Freizeit, Sport.  

Die Leistungen nach dem Bildungs- und Teilhabepaket beantragt man i.d.R. dort, wo man die eigentliche Sozialleistung erhält (Wohngeldbezieher beim Wohnungsamt, ALG II-Bezieher beim Jobcenter, Bezieher von Kinderzuschlag bei der Familienkasse usw.).

Einen Überblick über die gesetzlich geregelten finanziellen Hilfen für Eltern wie Mutterschaftsgeld, Elterngeld, Kindergeld, Unterhalt und anderes gibt eine Seite der Goethe-Universität und der Frankfurt University of Applied Sciences.