Studienplatz? Ja! Wohnraum? Nein!

Damit Studieren gelingt, suchen wir dringend bezahlbaren Wohnraum!

Die Coronapandemie hat auch für viele Studierende durch den Verlust von Jobangeboten große finanzielle Einbußen zur Folge. Im gesamten Rhein-Main-Gebiet sind Studierende deshalb bei der Wohnungssuche dringend auf die Hilfe der Bürger*innen angewiesen.

Vor allem für finanzschwache Studierende ist das Wohnen in Campus-Nähe noch unerschwinglicher geworden als zuvor.

Ab sofort rufen wir deswegen wieder alle Bürgerinnen und Bürger Frankfurts und der Region Rhein-Main dazu auf, Studierenden günstige Zimmer und Wohnungen anzubieten. Denn trotz der Coronapandemie können wir keine Entspannung der Wohnraumsituation vermelden. Zum einen übersteigt die Nachfrage das Angebot so stark, dass auch ausbleibende Gaststudierende aus dem Ausland dies nicht ansatzweise kompensieren können. Zum anderen werden viele Studierende aus dem Inland ihrerseits auch auf ein Auslandsstudium verzichten und selbst sonst verfügbaren Wohnraum beanspruchen. Gerade zum Start des Wintersemesters wird deshalb auch der Mangel an preiswertem Wohnraum wieder proportional ansteigen.

Gemeinsam mit der Goethe-Universität, der Hochschule RheinMain, der Frankfurt University of Applied Sciences, der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, der Hochschule Geisenheim, den ASten der Goethe-Universität und der Frankfurt University of Applied Sciences und den Städten Frankfurt am Main und Wiesbaden machen wir uns dafür stark, dass der Erfolg des Studiums nicht vom Wohnungsmarkt abhängen darf.

Die Zahl der Studierenden an den staatlichen Hochschulen im Rhein-Main-Gebiet ist in den vergangenen Jahren um 50 Prozent auf knapp 80.000 gewachsen. Aus Sicht des Studentenwerks Frankfurt am Main bedeutet das einen kontinuierlichen, schnell ansteigenden Mehrbedarf an Wohnraum.

Mit einer Versorgungsquote von gerade einmal 7,5 Prozent öffentlich gefördertem Wohnraums liegen wir aber seit Jahren unter dem Bundesdurchschnitt von 9,5 Prozent. Und die Lage auf dem Wohnungsmarkt im Rhein-Main-Gebiet hat sich in diesem Zeitraum weiter verschärft, während die Finanzkraft der Studierenden infolge der Coronapandemie deutlich gesunken ist.

Umso mehr sind unsere Studierenden auf Angebote von privatem Wohnraum angewiesen. Vermieter können diese Angebote direkt auf der eigens dafür eingerichteten Webseite www.wohnraum-gesucht.de eingeben.
Die Kampagne wird durch umfangreiche Werbemaßnahmen auf Infoscreens in U- und S-Bahnen in Frankfurt sowie mit Plakaten in Wiesbaden, Rüsselsheim und Geisenheim begleitet. Zusätzlich bewerben wir die Kampagne auf den Social Media-Kanälen, in Newslettern und auch an die Partner und Förderer der Hochschulen haben wir uns gewendet und diese gebeten, den Aufruf zu veröffentlichen.

 

Zahlen und Fakten zur Wohnraumsituation:
Nach einer Studie des Deutschen Studentenwerks sind die Mieten in Frankfurt am Main für Studierende im Bundesvergleich besonders teuer. Studierende zahlen im Bundesdurchschnitt 323 Euro Miete, in Frankfurt am Main 373 Euro. Die Versorgung mit Wohnheimplätzen liegt dagegen unter dem Bundesschnitt: Nur rund 7,5 % der Studierenden haben einen Platz in einem privaten, kirchlichen oder einem Wohnheim des Studentenwerks, bundesweit sind es dagegen etwa 9,5 % **, die in Wohnheimen der Studentenwerke oder anderer Anbieter eine Bleibe finden.
(**Quellen: Wohnraum für Studierende-Statistische Übersicht, 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks)

 

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